Das Bienenjahr

Das Wintervolk umfasst etwa 10.000 bis 20.000 Bienen. Bereits im Februar beginnt die Königin nach der „Winterpause“ wieder Eier zu legen. Im Verlauf des Frühlings, mit Zunahme der Blütenpracht, verbessert sich die Nahrungssituation der Bienen täglich, und die Aufzucht von Jungbienen nimmt zu. Im Mai/Juni erreicht die Brutpflege ihren Höhepunkt. Die Königin kann nun täglich bis zu 2.000 Eier legen, eine Masse, die etwa ihrem eigenen Körpergewicht entspricht. Das Bienenvolk wächst auf ca. 40.000 Bienen heran und wird nun reif zur Teilung. Hierbei „schwärmen“ die Bienen aus, wobei die Hälfte der Bienen zusammen mit der alten Königin das Volk verlässt und an einem anderen Ort eine neue Kolonie bildet.

Am alten Platz schlüpfen einige Tage nach dem Schwarmgeschehen junge Königinnen, von denen eine einzige als künftige „Stockmutter“ das Volk übernehmen wird. Erst nach erfolgreichen „Hochzeitsflügen“, auf denen die Paarung mit mehreren Drohnen stattfindet, beginnt sie mit der Eilage und sorgt so für Nachkommen und damit den Fortbestand des alten Volkes. Die durch den Schwarm entstandenen Bienenverluste werden durch den kommenden Nachwuchs rasch ausgeglichen. Nun gilt es, ausreichend Vorräte für die blütenlose Zeit im Herbst und Winter anzuhäufen. Sind die Wintervorräte ausreichend erstellt, reduziert sich die Volkstärke auf Überwinterungsstärke, und das bedeutet: so groß wie nötig, so klein wie möglich. Sparsamkeit ist auch hier die Devise, mit der Honigbienen schon mehr als 50 Millionen Jahre Evolution gemeistert haben.

Zuletzt aktualisiert: 28.08.2017






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